BAC Lightning

Als der Abfangjäger BAC Lightning 1960 in Einsatz genommen wurde, begann damit eine neue Ära für die Royal Air Force, Das Projekt entstand durch W. E. Petter, der auch für die English Electric Canberra verantwortlich zeichnete. Im Jahr 1947 wurde ein Vertragsentwurf für ein Überschall-Forschungsflugzeug geschlossen; das Ergebnis, die English Electric P.1, flog erstmals am 4. August 1954 und erreichte später eine Geschwindigkeit von über Mach 1 mit zwei relativ einfachen Bristol Siddeley Sapphire-Turbojet-Motoren ohne Nachbrenner.

Drei Forschungs-Prototypen wurden gebaut; zwei für intensive Testflüge und einer für maximale Belastungsversuche, die am Boden ausgeführt wurden. Diese frühen Exemplare besaßen einen elliptischen Lufteinlass.

1954 wurde die Konstruktion weitgehend überholt und die Leistungsfähigkeit verbessert. Drei I-Prototypen mit der Bezeichnung English Electric P.1B, mit Avon Turbojet-Motoren und mittlerem Lufteinlauf wurden gebaut. Die erste P.1B (XA847) flog am 4. April 1957. Etwa 19 Monate später bestimmte das Luftfahrtministerium den Namen Lightning. Am 25. November 1958 flog die P.1B mit Avon Triebwerken mit Nachbrenner erstmals über Mach 2. Nach weiteren 20 Vorserienmodellen und ausgiebigen Tests, dieses Modell war für das Luftfahrtministerium eine grundlegend neue Konstruktion, wurde die Lightning 1960 schließlich für den Einsatz freigegeben.

BAC F.2 Lightning

Die RAF hatte jetzt einen erstklassigen Überschall-Allwetterabfangjäger, aber gleichzeitig auch bisher unvorstellbare Wartungsprobleme. Die Lightning erbrachte dafür jedoch ausgezeichnete Leistungen. Das Modell besaß Radar (ein Ferranti Airpass Mk 1 Abfang- und Feuerleitsystem im mittleren Bugkonus), Lenkraketen (mit Wärmesucher versehene Firestreak) und flog erstmalig mit Überschallgeschwindigkeit. Das erste Modell dieser Ausführung, die Lightning F.1, flog am 29. Oktober 1959, und die Lieferungen an die RAF (74. Staffel) erfolgten im folgenden Sommer. Das Serienmodell dieser Version, die Lightning F.1A konnte während des Fluges auftanken.

Die nächste Stufe der Entwicklung war die LightningF.2, ein Modell mit größerer Reichweite, Dienstgipfelhöhe und Geschwindigkeit, modernerer elektronischer Ausrüstung, einem Flüssigsauerstoffsystem, steuerbarem Bugrad und voll regelbaren Nachbrennern. Die erste F.2 flog am 11. Juni 1961; dieser Typ gehörte später zur Ausrüstung der in Deutschland stationierten No. 19 und 92 Squadrons.

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Technische Daten BAC Lightning F.6.

 

Typ: ein einsitziges Allwetter-Überschall-Abfang-, Kampf- und Aufklärungsflugzeug.

Triebwerk: zwei 7.112 kp Rolls-Royce Avon 302 Turbojet-Motoren mit Nachbrenner.

Leistung:

Höchstgeschwindigkeit Mach 2,3 oder 2.415 km/h in 12.190m Höhe; Reichweite ohne Zusatztanks 1.287 km;

Anfangssteiggeschwindigkeit 15.240 m/min;  

Anstieg auf Einsatzhöhe (ca. 12.190 m) und Mach 0,9 in 2 Minuten 30 Sekunden.

Gewicht:

Leergewicht mit Ausrüstung ca. 12.700 kg;

max. Startgewicht 22.680 kg.

Abmessungen:

Spannweite 10,61 m; Länge 16,84 m; Höhe 5,97 m;

Tragflügelfläche 35,31 m².

Bewaffnung: ein großer, zweiteiliger Unterrumpfbehälter enthält hinten den Treibstofftank und vorne entweder zusätzlichen Treibstoff oder zwei 30 mm Bordkanonen (mit je 120 Schuß); Einsatzbehälter vor der Unterrumpfstation enthalten zwei Firestreak oder Red Top Luft/Luft-Raketen oder 44 50,4 mm drallstabilisierte Raketengeschosse oder fünf 70 mm Vinten 360-Kameras oder andere Ausrüstungen für Aufklärungszwecke; in Unter-und Oberflügelstationen können bis zu 144 Raketen oder sechs 454 kg Bomben transportiert werden.

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