McDonnell F-4 Phantom II

Als die Produktion der McDonnell F-4 Phantom II im Oktober 1979 auslief, waren insgesamt 5.057 Flugzeuge gebaut worden: 2.597 für die US Air Force, 1.264 für die US Navy und das US Marine Corps und 1.196 für Exportkunden. Außerdem waren die Komponenten für weitere elf Maschinen an Japan verkauft worden, wo Mitsubishi 127 Exemplare unter Lizenz baute und damit die Gesamtzahl auf 5.195 brachte. Diese Produktion übertrifft die aller anderen nach 1960 gebauten Düsenflugzeuge der westlichen Welt und wird nur von der Mikojan-Gurewitsch MiG 21 erreicht. Die Geschichte der Phantom II begann 26 Jahre zuvor, im September 1953, als die Firma mit Studien für ein zweisitziges Allwetter-Kampfflugzeug begann, das die McDonnell F3H Demon bei der US Navy ablösen sollte. Dafür bot sich jedoch die Chance Vought F8U Crusader an, und McDonnell wurde dazu angeregt, stattdessen ein Angriffsflugzeug zu entwickeln. Änderungen der Ausschreibung führten zu einem Neuentwurf, damit das Flugzeug sich für eine Allwetter-Kampfrolle eignete, und im Juli des Jahres 1955 erhielt die Firma einen Auftrag für den Bau von zwei Prototypen der XF4H-1 und fünf Vorserienmaschinen, die den Namen Phantom II erhielten (II, um Verwechslungen mit der früheren McDonnell Phantom zu vermeiden).

Beim Erstflug am 27. Mai 1958 zeigte die Phantom II ganz neue Leistungsmerkmale: einen Kampfaktionsradius von 467 km und eine Flugdauer im Langsamflug von bis zu zwei Stunden. Das Modell war das erste Flugzeug der Welt, das ohne Hilfe einer Bodenradarstation Ziel in seinem eigenen Radarbereich aufzuspüren, abfangen und zerstören konnte. Die US Navy zögerte keinen Augenblick lang und bestellt unverzüglich die im September 1962 inF-4A umbenannte erste Serienversion der F4H-1. Der Typ stieß auch bei der US Air Force auf Interesse, die geradezu aus Tradition keine Mo-delle der US Navy bestellte. Die Phantom Wurde häufig in Südostasien eingesetzt und spielt noch in den80er Jahren eine wichtige Rolle beiden Luftstreitkräften von Griechenland, dem Iran, Israel, Japan, Südkorea, Spanien, der Türkei, England, den USA und der BRD; der Typdiente auch vorübergehend bei der Royal Australian Air Force, bevor dort die General Dynamics F-111 aus-geliefert wurde. Neben den militärischen Einsätzen zeichnet sich die Phantom auch durch einen absoluten Höhenweltrekord (30.040 m am 6.Dezember 1959) und Geschwindigkeitsrekord (2.585,43 km/h am 22.Dezember 1961) aus. Diese Leistungen wurden seitdem übertroffen, aber durch ihre zahlreichen anderen Errungenschaften und einen 16 Jahre lang unerreichten Weltgeschwindigkeitsrekord in geringer Höhe (1.452km/h) stellt die Phantom eines der besten militärischen Kampfflugzeuge der Welt dar.

Die Varianten der  McDonnell F-4  Phantom II >>>>

Technische Daten McDonnell F-4E Phantom II

Typ: ein zweisitziges Mehrzweck-Kampfflugzeug.

Triebwerk: zwei General ElectricJ79-GE-17 Strahltriebwerke , 8.119 kp Schub mit Nachbrenner.

Leistung:

Höchstgeschwindigkeit 2.390 km/h oder Mach 2,25 in 12.190 m Höhe; Dienstgipfelhöhe 18.975 m;

Kampfaktionsradius 958 km.

Gewicht:

Leergewicht 13.397 kg;

max. Startgewicht 27.964 kg.

Abmessungen:

Spannweite 11,71m; Länge 19,20 m; Höhe 5,03 m;

Tragflügelfläche 49,24 m².

Bewaffnung: eine 20 mm M61A1-Kanone und vier halb in den Rumpf eingebettete AIM-7 Sparrow Flugkörper oder bis zu 1.370 kg Waffen am mittleren Pylon und eine Waffenlast bis zu 5.888 kg an den Flügelstationen.


Zurück

Weiter